Discomfort list – Die unangenehme Liste

Schon wieder so ein neuer Trend wie self-care? Nein. Eine Methode um dich zu deinem besten Selbst zu entwickeln. Du fragst dich: Brauche ich das? Ich frage dich: Willst du als Person wachsen und Dinge erleben von denen du gar nicht wusstest, dass sie in dir stecken? Wenn du noch keine Antwort hast, kein Problem, ließ den Artikel und finde es heraus.

Warum wollen/müssen wir wachsen?

Möchtest du wachsen um mehr über dich zu lernen, deine Grenzen zu testen, deinen Horizont zu erweitern oder neue Erfahrungen sammeln?
Im Grunde kann ich dir sagen was viele Menschen wollen, aber was du willst, kann ich dir nicht sagen.

Viele Leute haben Angst zu wachsen, denn das Wachsen bedeutet gleichzeitig den inneren Schweinehund zu überwinden und aus unserer Komfort Zone zu rücken. Wir möchten uns aber nicht ändern. Veränderungen sind anstrengend, emotional und körperlich stressig und man muss ja wirklich handeln.

Warum sollen wir diesen Prozess anfangen, wenn wir doch jeden Tag mit derselben Routine, denselben Ereignissen und derselben Einfachheit leben können? Warum wollen wir es uns wieder schwer machen?
Andererseits, wäre das Leben nur halb so schön, wenn man keine Abwechslung, keine Steigerung, keine Neuen Eindrücke hätte, oder nicht?

Nun was ist die geheime Zutat, die uns zu dieser Motivation der Veränderung führt.

Engagement.

Wenn wir engagiert sind, dann überschreiten wir unbewusst unseren angenehmen Zustand. Meistens passiert das durch das Hören einer Geschichte, die das Leben einer Person veränderte, inspirierende Bücher, neue Erfahrungen, faszinierende Ereignisse, etc.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Nichtsdestotrotz sind unangenehme und neue Situationen die Hauptkomponenten der Weiterentwicklung unserer Selbst.

Was ist eine unangenehme Liste- Discomfort List?

Die Liste, inspiriert durch die YouTuberin Muchelleb, liegt zwischen deiner Komfortzone, alle Ereignisse und Situationen, die dir leicht scheinen und routiniert ablaufen, und deiner Panikzone, die Dinge, wo du schweißgebadet am liebsten davon laufen möchtest.
Im Grunde, ein Kompromiss zwischen den beiden.

Zum Beispiel: Autofahren.

Ich zähle mich selber zu den Leuten die Autofahren als anstrengend und nervenaufreibend finden und benutze lieber die Bahn oder den Bus. Manchmal komme ich aber leider nicht drum herum.

  1. Meine Komfortzone wäre : Nicht zu fahren oder als Beifahrer mitfahren.
  2. Meine Panikzone wäre: Alleine auf der Autobahn oder in einer Stadt fahren, die ich nicht kenne.
  3. Anhand meiner Panikzone und meiner Komfortzone ist dies meine dementsprechende Discomfortzone:
    Auf der Autobahn fahren mit jemanden, dem ich vertraue und diesen als Beifahrer mitzunehmen. Unbekannte Strecken zuerst mit jemandem Probe fahren, bekannte Strecken alleine fahren. Unbekannte Strecken Kilometer für Kilometer.

Nun bist du dran: Nehme dir ein Blatt Papier und zeichne deine Panik- und Komfortzonen als Mindmaps auf. Wovor hast du Angst, wenn du nur daran denkst? Was ist in deinen Alltag integriert, dass es dir gar nicht auffällt? Wann fühlst du dich wohl?

Wenn du mit deinen Mindmaps fertig bist, denke nun an die unangenehme Liste. Was wären Dinge,Situationen, Ereignisse, die zwischen deinen beiden Zonen liegen, dir aber trotzdem unangenehm sind? Schreibe sie auf.

So könnte eine Diskomfort Liste aussehen:

  • alleine im Supermarkt einkaufen, den ich kenne, weil ich Panik habe alleine einkaufen zu gehen.
  • drei Blog Posts pro Woche zu schreiben
  • zuhause eine neue Sportart online ausprobieren
  • einen Vortrag zuerst vor Freunden oder Eltern zu halten, bevor man vor mehrere Leute tritt
  • ein Buch zu schreiben
  • einen Garten anzupflanzen mit einer einzigen Pflanze zuerst um in Übung zu kommen
  • einen neuen Weg, den du nicht kennst, in deinem nächsten Spaziergang einzubauen
  • ein neues Rezept pro Woche auszuprobieren

Diese Liste soll dich unterstützen Schritt für Schritt dein bestes Selbst zu erreichen. Wachsen ist ein Prozess, wo viele Komponenten zusammen kommen, wie unsere Eltern, fremde Leute, unser Chef und unsere Umwelt, etc. und zu unserer Weiterentwicklung beitragen, ob wir möchten oder nicht. Aber, du allein entscheidest, wo du dich selbst weiterentwickeln möchtest. Welche Bereiche dir wichtig sind, sei es besser Leute kennen zulernen und dabei jede Woche mit einer fremden Person ins Gespräch zu kommen oder Neues zu erleben und deine Ortschaft jeden Tag aufs Neue zu erkunden.


Du entscheidest für dich.

Wenn du deine Bereiche oder in was du dich weiterentwickeln möchtest festgelegt hast, dann nutze die unangenehme Liste und schreibe deine kleinen Meilensteine auf um näher an dein Ziel zu gelangen. Vielleicht erkennst du dann auf einmal eine Seite an dir, die du vorher noch nie gesehen hast.

Wie meine Discomfort Liste mir geholfen hat.

  • Ich startete einen Blog.
  • Ich bin alleine auf der Autobahn gefahren, natürlich mit Begleitung, wie gesagt, deine Panikzone nicht auf die Schnelle reizen.
  • Ich habe einen Nebenjob gefunden.
  • Ich bin selbstbewusster durch meine kleineren sowie größeren Erfolge geworden.
  • Ich handle besser in Stresssituationen.

Hab einen schönen Abend, Annie. ❤

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